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Manuela Schär holt in Tokio innerhalb eines Jahres ihren fünften grossen Marathon-Sieg

Quelle: Paralympic.org 25.02.2018

Mit einem Sieg beim Tokyo Marathon am Sonntag (25. Februar) holte die Krienserin Manuela Schär innerhalb eines Jahres ihren fünften grossen Marathon-Sieg.

Der erste Platz in Japan bedeutet, dass Manuela Schär in der Serie der World Marathon Majors (WMM) eine unangefochtene Führungsposition inne hat und bereits drei grosse Marathons - London, Berlin und New York - in der aktuellen Serie XI gewonnen hat. Die Serie begann im April in London und endet in zwei Monaten bei den Briten.

Die 33-Jährige, die vor zwölf Monaten in der japanischen Hauptstadt den zweiten Platz belegte, überquerte die Ziellinie in 1:43:25, vor der 17-fachen Major-Marathon-Siegerin Tatyana McFadden (USA, 1:44:51).

"Nach ein paar Angriffen waren Amanda (McGrory), Tatyana (McFadden) und ich weg", erklärte Manuela Schär, die enthüllte, dass sie sich in diesem Jahr intensiv auf Marathon-Rennen konzentriert. "Nach etwa 35 Kilometern konnte Amanda nicht mithalten. Ich habe dann versucht, auch Tatyana müde zu machen."

Bei der 40-Kilometer-Marke zahlte sich Manuela Schärs hartnäckiges Angreifen aus, als sie sich schliesslich von Tatyana McFadden lösen konnte. Dies gab der Marathon-Weltmeisterin von 2013 einen entscheidenden Schub, als die ständigen Anstrengungen seinen Tribut forderten.

"Ich war wirklich müde - ich hatte hart am Tempo gearbeitet und versucht, die ganze Zeit anzugreifen. Ich konnte nicht entkommen, also war ich ein bisschen frustriert", gab Manuela Schär zu. "Als ich endlich sah, dass Tatyana nicht mithalten konnte, dachte ich mir 'jetzt, alles oder nichts'. Es gab mir einen zusätzlichen Schub." Manuela Schär, die im letzten Jahr in Tokio gegen Amanda McGrory (USA) hauchdünn verlor, fügte hinzu: "Ich wusste, dass meine einzige Chance, dieses Rennen zu gewinnen, darin bestand, aggressiv zu sein und die hohe Geschwindigkeit aufrecht zu erhalten und zu versuchen, die Gegnerinnen müde zu machen. Aber sie waren wirklich stark und kamen immer wieder zurück. Irgendwann dachte ich darüber nach, meinen Plan zu ändern und auf das Ziel zu warten, aber dann wurde mir klar, dass ich nicht wollte, dass es zu einem Endspurt kommt."


Manuela Schär feiert ihren Sieg in Tokio mit der Zweitplatzierten Tatyana McFadden (l) und der Drittplatzierten Tsubasa Kina (r)
Bild Tokyo Marathon Foundation