Der Krienser Valentin Stocker schiesst die Fussballnati in extremis zum Sieg
Die Schweizer Fussballnati gewinnt in einem verrückten Spiel in Ungarn 3:2 und hievt sich in die Favoritenrolle ihrer Gruppe in der WM-Qualifikation. Der Krienser Valentin Stocker schoss zwei Minuten vor dem Ende das Siegestor.
Was für eine Geschichte! An die Europmeisterschaft im Juni darf Valentin Stocker nicht mit. Beim WM-Qualifikationsspiel gegen Ungarn kommt er zu seinem Nati-Debüt 2016, und mit der ersten Ballberührung schiesst er die Schweiz zum 3:2-Sieg.
Als Valentin Stocker (27) als letzter Schweizer Joker aufs Feld kommt, beginnt er gleich zu dirigieren. «Ich habe habe Blerim Dzemaili gesagt, komm auch noch mit in den Sechzehner», sagt Valentin Stocker, der Matchwinner gegen die Magyaren.
Eine goldrichtige Anweisung! Zuerst verlängert Eren Derdiyok den Corner, dann ist Blerim Dzemaili dran mit Ablenken. Plötzlich liegt der Ball vor Valentin Stockers Füssen. «Als ich reingekommen bin, dachte ich, zu einer Torchance komme ich vielleicht noch. Die musst du dann einfach machen. Aber es war auch Glück dabei. Der Ball wird noch abgelenkt», sagt der Krienser, der mit der ersten Ballberührung das 3:2 macht.
Valentin Stocker meldet sich mit einem Knall in der Fussballnati zurück. Der Hertha-Profi war nicht für die Europmeisterschaft aufgeboten. Jetzt schiesst er die Schweiz zum Wahnsinns-Sieg in Budapest. «In diesem Moment habe ich mich gefühlt, wie wenn ich fliegen könnte», sagt der Ex-Basler über die Sekunden nach dem Tor.
Der Überflieger bleibt aber auf dem Boden: «Vorher lief es mir ja alles andere als gut. Deshalb bleibe ich demütig und bin einfach sehr dankbar, dass die harte Arbeit wieder belohnt wurde.»