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Die Krienserin Manuela Schär gewinnt das Rollstuhlrennen am New-York-Marathon

Die Krienserin Manuela Schär doppelt in New York nach. Beim prestigeträchtigen Marathon wiederholte sie im Rollstuhlrennen ihren Triumph aus dem Vorjahr. Die 33-jährige Rollstuhl-Leichtathletin erreichte das Ziel nach 1:50:27 Stunden mit 21 Sekunden Vorsprung auf die US-Amerikanerin Tatyana McFadden.

Die Freude nach den anspruchsvollen 42,195 km war für die Manuela Schär im Ziel des New York Marathon riesengross. Auf einmal war die ganze Anspannung aus ihrem Körper gewichen. «Ich habe ein grosses Ziel erreicht, ich habe den New York Marathon erneut gewonnen», sagte sie. Und es war nicht einfach der zweite Triumph am weltgrössten und bedeutendsten Marathon. Es war ein Rennen für die Geschichtsbücher. «Ich geriet gleich nach dem Start und dem Aufstieg auf die Verrazzano-Narrows-Bridge ins Hintertreffen», sagte Manuela Schär. In der Abwärtspartie gelang es ihr immerhin, den Anschluss an die Verfolgergruppe von Leaderin und Streckenrekordhalterin Tatyana McFadden herzustellen. Und dank Manuela Schärs Mithilfe gelang es der Gruppe, wieder aufzuschliessen. Noch vor Streckenhälfte setzten sich Tatyana McFadden und Manuela Schär dann ab.

Immer wieder attackierte Manuela Schär. «Ich musste Tatyana McFadden in der Ebene abschütteln», sagte sie. Im Schlussteil nämlich, dem Auf und Ab im Central Parc, sah sie sich auf verlorenem Posten. Die Taktik aber wollte nicht aufgehen. Die Amerikanerin blieb dran. Und schlimmer: In den Aufstiegen tat Tatyana McFadden sich immer wieder hervor und attackierte. Sie nahm Manuela Schär immer wieder wertvolle Meter ab. «Ich habe keine Chance mehr», begann sich bei der Vorjahressiegerin Resignation breitzumachen. Doch noch einmal stemmte sich Manuela Schär dagegen. «Nein, Manuela, du hast so viel investiert, jetzt versuchst du es nochmals», sagte sie sich. Mit aller Konsequenz setzte sie auf die letzte Abfahrt und griff an. Da blieb Tatyana McFadden das Nachsehen. «Unglaublich, dieser Sieg, so tough, so emotional, so schön, so wunderschön», sagte die strahlende Siegerin. 

Manuela Schär setzte ihre Dominanz in der zwölften Serie der World Marathon Majors mit ihrem dritten Sieg in drei Rennen fort. Der Schweizer Star hat nun Berlin, Chicago und New York gewonnen und ist Führende in der Gesamtwertung.

Bild: Manuela Schär war auch 2018 in New York nicht zu schlagen. - Keystone

Aus der Rangliste

1.   Manuela Schär SUI 1:50:27 
2. Tatyana McFadden  USA 1:50:48
3. Lihong Zou CHN  1:56:14

Stand Women's Series XII nach drei Rennen

1.   Manuela Schär SUI 83 Punkte 
2. Susannah Scaroni USA   25 Punkte
3. Madison de Rozario   AUS 24 Punkte
4. Tatyana McFadden USA 24 Punkte

Wertung: 25 Punkte für einen Sieg, 16 Punkte für eine Zweitplatzierung, 9 Punkte für eine Drittplatzierung, 4 Punkte für eine Viertplatzierung und 1 Punkt für einen fünften Platz.
Die besten maximal vier Ergebnisse einer Serie werden addiert. Bei Punktegleichstand entscheidet ein direkter Vergleich, erforderlichenfalls entscheidet ein Mehrheitsbeschluss der fünf WMM-Race-Direktoren abschliessend.